TRP: Eine Gedichtreaktion

Auf Gut gegen Nordwind und Alle sieben Wellen, geschrieben von Daniel Glattauer

Und empfohlen von einer Kollegin

Ein Autor, eine Leserin,

zwei seiner Bücher in zweier ihrer Tage,

und solch ungreifbar große Emotionen,

dass viele Momente verrinnen mussten,

bis sie, wiederum, darüber schreiben konnte.

Sie schwimmt immer noch darin,

und so sind hier nun die Weisheiten,

die sie aus den Seiten und mit

an ihre Seite genommen hat:

 

Während zwei sich unbekannte Menschen

auf gemeinsam gezählt 500 Buchseiten

täglich mehrmals Emails schicken,

so entfernt sie sich von ihrer Vernunftehe

und er von seiner Verflossenheitsromanze.

Eine Herzensbegegnung wird erschrieben,

die wohl weit vorher so erdacht,

denn nur Schicksal oder Zufall

können solch Wunder ins Leben rufen.

Die Liebe muss auch gelebt werden,

gemeinsam, sonst ist es keine Liebe!

…Das erkennen die beiden schnell,

trotz allerlei anderer Verbindungen,

derer sie langsam die Verantwortung entziehen.

Doch bei aller Körperlichkeit muss es doch

noch eine andere Sprache geben,

und wie wunderschön ist es dann,

wenn wir so schreiben können wie wir sind

und gelesen werden wie wir sind!

(So ähnlich kannte ich es vorher nur aus Psalm 139!)

Uns so wird dies unvorteilhafte Medium

(das immer noch nicht vergleichbar mit dem Brief)

doch zur lebendigen Membran zwischen Seelen

und übermittelt treu und tief!

Erst wollt ich nach dem ersten

so gar nicht weiter greifen

nach dem Schluss im zweiten Buch

doch es lohnt sich äußerst dringend

das Wagnis einzugehen!

Und so nehme ich wieder erneut

die Leidenschaft entgegen

die mir entgegengebracht

als freies, hohes, höchstes Gut,

das Zweisamkeit schafft und prägt!