Alltagsmagie

something_s we make

Voices. AKA My first poetry slam!

Was sollte man hören, wenn es leise ist?

Die dumpfen Automotoren

für die wir doch schon viel zu stumpf geworden?

Das noch unschuldige Geschrei der Kinder,

oder das der Mitbewohner, minderjährig nicht mehr,

aber auch noch nicht sehr mündig?

Gegebenenfalls bleibt der eigene Atem

Das Metronom der Yogis

oder der Gewissensbiss der Raucher beim Treppensteigen?

Girl, life aint easy, and nobody ever said it would be!

Seht ihr, das meine ich!

Immer sind da Stimmen,

Stimmen die meinen,

alle angestimmten Lieder von ihnen würden stimmen!

Als säße ich nicht bei Opa sondern Oprah,

oder als hätte die NSA nun nicht nur hören, sondern auch sprechen gelernt!

Oder, hat mich das Studium nicht nur unterschlafen und überabeitet,

sondern nun auch noch schizophreniert?

Nuh-huh.

Ähm, bitte was?

Nuh-huh, girl. You are SO off track here! The secrets out now – you hear things! Might as well roll with it!

Ok in diesem Fall sollte ich

Wohl in meine eigenen Fallen latschen,

euch aber dabei erzählen,

worum es hier geht.

Beispielsweise, wenn ich nach der Arbeit

in den Supermarkt komme

und die Kassiererin ansprechen möchte:

“Hello Ma´am, how are you”,

dabei nicht ihren genauen Gemütszustand erfrage

oder mit ihr BFF werden möchte,

trotzdem nur ein mürrisches “Hallo, haben sies nicht passender?” entgegen bekomme.

Oder wenn auf der Klassenfahrt zu einer Jugendherberge

Mir ein Fünftklässler erklärt,

lange nach Nachtruhe,

er bräuchte ein Einzelzimmer in diesem Hotel,

jetzt sofort

mit weicherem Kissen,

dann steht in meinem Gesicht wahrscheinlich geschrieben:

OH PUHLEASE

Oder wenn meine 11. Klässler sich über

zu lange Unterrichtsstunden und –tage und –jahre beschweren

Und ich nur denke:

„I get you bro!“

aber dann weiterdenke:

Uum, this kid is NOT my bro. I´m his boss!

Ich mich auf der Fahrt zur Arbeit

immer wieder in englischen Gedanken

dabei ertappe,

die deutsche Ausfahrt als ass fart zu lesen

und sie damit prompt verpasse,

besonders wenn sie nicht nach Brohltal führt,

sondern ins

Brothel!

Oder wenn mich jemand nach meinem größten Vorbild fragt,

vielleicht nicht Abbild, aber es reicht ja auch so,

und ich sagen will:

“It´s actually my mom, and mom REALLY IS –WOW- spelled upside down!!!“

Oder als ich einmal, beim Swingtanzen auf dem Bonner Marktplatz,

einem Typ gegenüberstand,

mit braunen Locken, in denen Adler nisten könnten,

und er mich fragte,

ob ich Lust auf eine Tasse Kaffee hätte,

am nächsten Samstag um vier,

wieder hier,

und ich gern erwidert hätte,

anstelle von einer reinen, feinen Bejahung:

Umm, mister, did you just say that? To me?

And who´s that girl over there sitting next to you the entire time,

touching your shoulder,

looking awefully hot AND sounding so nice?

I´ll go – if she´s your first degree cousin!

Und wenn die Flüchtlinge kommen,

in Scharen,

über die Gleise dieser Stadt,

mit entgleisten Leben und zerstörten Träumen,

all it says in here (point at heart):

Precious Lord, take our hand, bring us home, through the night. Through the dark, through the storm, through the niiiiiiiight.

Oder wenn mich jemand nach Gott fragt.

Und mir die einzig sinnvolle Antwort zu sein scheint:

Umm, duuh…!!!

PAUSE

Wem könnte ich das alles je übersetzen,

außer euch, hier im Dunkeln,

nur jetzt,

dieses eine Mal?!!!

Vielleicht geht es in diesem Leben gar nicht darum,

jede Übersetzung perfekt zu übertragen,

sondern zu ERtragen, dass die Stimmen laut sind,

das stimmt,

und sie durchaus etwas zu sagen haben

und durchaus stärker werden

–dürfen.

Perhaps, this life is about letting the dialogue happen,

whether in here, with you, or out there

with the words that we have

and those yet to come.

So, sassy pants, academically called bilingual identity,

let´s go, do your thing,

just dont stop me now.

I´ve got places to be, and mountains to move!

Und das

Holla die Waldfee,

…auch noch pünktlich!

About Marie-Sophie Guntram

Marie-Sophie is a language lover at heart and a linguist by training. She's currently seeking to make a living and, more importantly, a life.

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This entry was posted on October 2, 2015 by in writing some poetry.