Wenn die Kälte kommt

 Und als dann bald die Kälte kam,

da strickte ich mir einen Umhang,

aus Mondschein und der Laterne Licht,

und aus ein wenig Nebel,

um darin zu versinken, so wohlig ganz,

und dann still abzuwarten, gar bis März.

Und bei der Anprobe—nackt—da fragt´ ich mich,

mit Gänsehaut benetzt,

ob Du’s wohl auch so machen würdest

und der beste Wille gar konnt´ nicht ersehen,

dass es so werden würde.

Kann es denn sein, dass der Trotz vielleicht,

dem Tod der größte Gegner sei?

Denn er verwischt die Illusion der Angst

mit einer Bewegung schnell und breit,

und lacht noch hintendrein.

Vielleicht suchen nicht alle nach dem Glück

und wollen es auch nicht finden

und fühlen die Kälte von draußen so gern

weil sie eigen sich wärmen, dann endlich,

und weiden am Fluss des Schmerzes gar

denn auch er verheißt doch Leben

und endet im Delta das niemals gefriert,

in dem wir alle landen.

So bleibt dieser Reigen ein wahnwitziger

um ein Feuer das niemals brennt

und auch nicht erlischt, aber nächtlich leucht´

denn sonst könnt ich ja nicht sehen

die Haut, die Lumpen, gar die Felle

so wie’s ein jeder anders macht

und mir vorstellen, welche die es Suche ist

auf die sich doch jeder begibt…

…nach mehr, wahrscheinlich, immer mehr,

um sich nicht zu fühlen so kalt.