Farbenspiel

Nachtrag – das Entstehungsdatum dieses Gedichts ist der 6. Mai 2013.

So weit der Osten vom Westen ist

und Schwarz von Weiß,

so verschieden scheinen sie,

die beiden.

Ohne verschieden aber,

geschieden;

mit Differenz,

Referenz. Und ganz

Ganz.

Gesehen werden müssen sie dazu aber,

die zwei,

von einander:

im Tageslicht, nicht nur im Dunkeln,

wächst sie dann,

die Kunst.

Und so wird,

durch Regen und Sonnenschein,

durch Wahl und Qual,

die Verbindung zwischen

Schwarz und Weiß

zum Farbenspiel.

Zu zweit nun wirkt er,

der Kontrast:

nebeneinander, beisammen, gemeinsam.

Aber nie, nie

vermischt.

Ein Kunstwerk, nämlich, ist jenes nicht, eines; es ist

vieles, vieles, vieles,

und änderbar in sich

durch Zeit und Raum:

wenn betrachtet von dort herum,

so scheint es wiederum

anders. Nein, es scheint nicht, es ist

wirklich, wahrhaftig,

sodann, sogleich,

all das,

weil sie es sind,

die Farben, alles.

Und wenn vereint mit Gott,

dann bleibt ihr glühender Schweif

noch lang nach dem Verglühen

ein Hoffnungsschimmer

für immer.