Kind

A Somewhattranslation of Children

Ich steh dort an der Krippe, und denke mir,
„Was für eine modernes Familienbild! Das uneheliche Kind, der neue Partner, die komischen Tanten und Onkels (Esel und Ochs), die stets lauten Nachbarn (die Flöten spielenden Hirten mit mähenden Schafen), und die Besserwisser, welche immer den einzig richtigen Weg predigen.“

Heut, heute aber steh ich hier, an Deiner Krippe, und fühle,
„Ich bin das Kind. Auch ich habe dunkle, kalte Wüstennächte in Verstoßenheit, Fehlerhaftigkeit, und Einsamkeit durchlebt. Auch mich hat, in jenen Zeiten, meine Familie getragen—die des Blutes und die der Welt. Auch mich haben Fremde in Bruchteilsekundenbegegnungen ermuntert, ermutigt. Auch mir haben Menschen nicht nur ihre Weisheiten, sondern Teile ihrer selbst geschenkt. Auch an mich haben andere geglaubt.“
Und so wird mir klar, dass das Weihnachtsfest ein Fest des Mutes ist. So dunkel, kalt, und scheinbar ausweglos es auch werden mag, so werde ich nie alleine sein. Immer werde ich diese große bunte Familie haben, welche mich tragen wird. In ihren Händen werde ich leben, jeden Tag.