Glück

Die Arme weit

so steh ich hier

auf nackten Zehenspitzen

den Kopf im Nacken

der warme Wind im Haar

mein Gesicht der Sonne zugewandt

sodass die Nase sie kitzelt,

die Sternenbäuche

ein flüchtiger Kuss wird ihr zurückgehaucht

vom Mann im Mond.

Was ist das nur,

was mich bewegt

mein Tiefstes so berührt

und alle Last und Sorg aufhebt

und in den Wind streut

wo sie tanzen

am Tag und in der Nacht

allezeit, – wie’s scheint, für die Ewigkeit,

den Reigen des Glücks?

Davor noch ward ich gefangen

verführt, verwirrt, in Nebelschwaden verhangen, verleitet zu denken

fünf Brote und zwei Fische

seien nicht genug.

Und nun steh ich hier

befreit, erlöst

so satt

und wach

lachend, glucksend, prustend

vor Glück strotzend, fast platzend

glaubend, vertrauend

 auf dem Berg

und recke meine Hände

dem Kreuze zu

das Mensch errichtet

hier oben

im Gewissen

dass vom Gipfel aus die Perfpektive neu

dass auf dem Gipfel der Himmel nah

dass der steinige Weg ein Ende

dass immer es nicht nur genug

sondern reichlich

für alle gibt.