Unterhaltung

Am offenen, züngelnden, wärmenden Kamin

Mit der fortwährend sich verändernden Schattenlandschaft

als samtene Gattin

Im knarrenden, knackenden Schaukelstuhl wiegend

Und der Lupenbrille in die weisen Falten gebettet

—Die ledrige Haut vom Alter duftet—

Am Heiligabend in der Dämmerung

Schwelgend in Erinnerung

Erzählt mir das Leben

Beruhigend, ermutigend

Vom gemeinsamen, fortwährenden Speisen

Am Tisch des Herrn.

Mit vielfarbigen Stimmlagen

Feinsten Worten

Und leisem Singsang

In komplettem Einklang seit dem Jahresanfang

Der Zeit, des Kreises der Ewigkeit

Lehrt mich das Leben seine Weisheit, Wahrheit, Klarheit, Einheit:

Wenn es sich auf die Erde senkt

Und sich uns selbst schenkt

Mit uns aus dem Kelche trinkt

Und sich durch sich selbst die Brotlaibe vermehr’n

Dann wird sie Wirklichkeit,

in himmlischer Feierlichkeit,

die Geburt Jesu, des Retters.

Und bevor meine Augenlieder sich neigen,

Verneigen

Vor der Güte

Nimmt das Leben seine Gattin, die Schattige, an der Hand

Und läuft sanften Schrittes über den alten Teppich.

Und schwebt durch den Raum

Durch meine Gedanken, ohne zu wanken, nur gleitend, durch meinen Geist,

Und verreist.

Bis es wiederkommt

In mein Wohnzimmer

Am Abend meiner Zeit.